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Milch Manager Steigende Preise müssen wieder Perspektiven eröffnen

Geschrieben von: KA am 16.04.2005
Milch Manager

(16.04.2005/LPD/Hannover) Die niedersächsischen Milcherzeuger sehen sich in einer „krisenhaften“ Situation. Im Gespräch mit Vertretern zweier namhafter Molkereien haben jetzt ...
... Delegationen des Landvolkes Niedersachsen unter Leitung von Landvolkpräsident Werner Hilse die beunruhigende Lage in den Grünlandregionen geschildert. Mit Sorge beobachte der Verband die Tendenz, dass gerade auch zunehmend gut strukturierte Betriebe in Schwierigkeiten gerieten. Aktueller Anlass für den Meinungsaustausches waren die weiterhin absolut unbefriedigenden Auszahlungspreise für Milch sowie die jetzt anstehenden Listungsgespräche der Molkereien mit dem Lebensmitteleinzelhandel.

In diese Verhandlungen, die heute fast ausschließlich über elektronische Ausschreibungen in Internet-Plattformen abgewickelt werden, gehen die Molkereien mit der festen Absicht, den Trend sinkender Milchpreise umzukehren. Allerdings sehen sich die Molkereien selbst einem enormen Druck ausgesetzt: Ihnen steht ein sehr konzentrierter Handel gegenüber, der die Konditionen bislang sehr eindeutig und noch einseitiger vorgegeben hat. Der deutsche Lebensmittelhandel setzt auf die „Geizwelle“ und ruft damit nach Überzeugung der Landwirtschaft zur Vernichtung von Arbeitsplätzen auf. Der stetige Druck zu billigen Produkten müsse letztlich zu Lasten der Qualität gehen. Er setze nicht nur auf den landwirtschaftlichen Betrieben, sondern auch in den Verarbeitungsunternehmen und schließlich dem Handel selbst weitere Arbeitsplätze aufs Spiel.

An die Politik richten Milcherzeuger und Molkereivertreter die Forderung, das Mengenregime der Milchgarantiemengenregelung konsequent anzuwenden und die Milchproduktion zu drosseln. Dies kann allerdings nur im EU-weiten Konsens geschehen. Die Verarbeitungsunternehmen wünschen sich daneben auch Möglichkeiten, mit einem gemeinsamen Auftritt in die Preisverhandlungen gehen zu können. Nur über interne Absprachen könne der Übermacht des Handels ein adäquater Partner gegenüber treten. Der deutsche Gesetzgeber müsse dem über Lockerungen im Kartellrecht Rechnung tragen. Die Landwirte werden die Listungsgespräche mit weiteren Aktionen begleiten.
 

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