Geschrieben von: JWM am 01.07.2009
Mitgliederversammlung spricht Bauernpräsident großes Vertrauen aus
Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (
DBV), Gerd Sonnleitner, ist mit überzeugender Mehrheit von der Mitgliederversammlung in seinem Amt bestätigt worden. In Stuttgart wählten 97 Prozent der stimmberechtigten Delegierten der ordentlichen und assoziierten Mitglieder Sonnleitner in geheimer Wahl erneut für drei Jahre zum DBV-Präsidenten. Der 60-jährige Sonnleitner, der einen 100-Hektar-Ackerbau-Veredlungsbetrieb im niederbayerischen Ruhstorf im Landkreis Passau bewirtschaftet, ist seit 1997 DBV-Präsident.
Die Mitgliederversammlung wählte zu DBV-Vizepräsidenten Udo Folgart aus Brandenburg (90 Prozent), Werner Hilse aus Niedersachsen (93 Prozent), Franz-Josef Möllers aus Westfalen-Lippe (93 Prozent) und Norbert Schindler aus Rheinland-Pfalz, MdB
(93 Prozent), ebenfalls mit großer Mehrheit. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit bleiben wie folgt
- erster Vizepräsident und ständiger Vertreter: Schindler
- Milchmarkt: Folgart
- Ackerbau: Hilse
- Veredelungsproduktion: Möllers
Geschrieben von: JWM am 01.07.2009
Deutlich sinkende Quotenpreise entlasten aktive Milcherzeuger
Der Preis für Milchquoten ist bei der 28. Milchbörse am 1. Juli 2009 auf ein neues historisches Tief gefallen. Der Deutsche Bauernverband (
DBV) ermittelte einen gewogenen Durchschnittspreis für Deutschland von 14 Cent je Kilogramm. Im Vergleich zum letzten Handelstermin ist dieser um ca. 40 Prozent (9 Cent) gesunken. Für den Übertragungsbereich West wurde ein Handelspreis von 15 Cent je Kilogramm gegenüber 24 Cent beim Apriltermin errechnet. Der Handelspreis für den Übertragungsbereich Ost ist mit 8 Cent je Kilogramm erstmals unter die 10-Cent-Marke gesunken. In Deutschland wurden insgesamt 164.597.518 Millionen Kilogramm gehandelt. Damit stieg die gehandelte Menge gegenüber den letzten Terminen wieder deutlich an.
Im Übertragungsbereich West, insbesondere in Nordrhein-Westfalen, war ein leichter Nachfrageüberhang zu verzeichnen. Im Übertragungsbereich Ost war ein leichter Angebotsüberhang zu verzeichnen. Die Ergebnisse der einzelnen neuen Bundesländer zeigten, dass in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg die Quotennachfrage über dem Angebot lag.
Bei dem aktuellen Milchbörsentermin haben Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Quoten hinzu gewonnen, während Bayern, Niedersachsen und Hessen Milchquoten abgegeben haben. Im Übertragungsgebiet Ost sind Milchquoten nach Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern geflossen.
Von den insgesamt 3.912 Quotennachfragern waren rund 88 Prozent erfolgreich. Von den 3.775 Anbietern konnten rund 80 Prozent erfolgreich Milchquoten veräußern.
Nach Auffassung des DBV ist der sich verfestigende Trend deutlich sinkender Quotenpreise eine klare Reaktion der Milcherzeuger auf das Auslaufen der Milchquotenregelung in 2015. Sie spiegeln aber auch die derzeit schwierige Situation der Milcherzeuger wider. Die ohnehin geringen finanziellen Spielräume müssen daher in die nachhaltige Entwicklung der Betriebe fließen. Die eindeutige Position der EU-Staats- und Regierungschefs beim letzten Gipfeltreffen in Brüssel zu den Beschlüssen des Health Checks geben den Milcherzeugern die politische Orientierung und Verlässlichkeit. Der Zukauf von Milchquoten bei sinkenden Milcherzeugerpreisen zeigt aber auch, dass trotz der momentanen Krise viele Milcherzeuger weiterhin an die Zukunft der Milchproduktion in Deutschland glauben.

Geschrieben von: JWM am 26.06.2009
L P D - Mehr als 4.000 Biogasanlagen sind nach Angaben des Landvolks Niedersachsen in Deutschland mittlerweile in Betrieb, und sie produzieren ungefähr 1,4 MW Strom. 40 Prozent davon werden allein in Niedersachsen erzeugt. Doch die Zukunft für Biogas hat gerade erst begonnen. Nach der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes werden noch viele Anlagen neu gebaut, und in der Technik besteht ein riesiges Innovationspotenzial. Einen Vorgeschmack auf künftige Entwicklungen gab kürzlich der Biogas-Innovationskongress in Osnabrück, zu dem der Landvolkverband gemeinsam mit dem niedersächsischen 3N-Kompetenzzentrum für nachwachsende Rohstoffe und den Fachverbänden der Bioenergiebranche eingeladen hatte. Fachleute machten dort deutlich, dass in nächster Zeit mit großen Innovationsschüben von der Substratbereitstellung über die Anlagentechnik bis hin zur Gasnutzung zu erwarten sind.
Geschrieben von: JWM am 25.06.2009
Erfolgreicher Auftakt des DBV-Vorerntegesprächs
„In Zeiten volatiler und undurchsichtiger Märkte ist der Getreidebauer in Zukunft erheblich gefordert, um bestehen zu können. Die Wahl der richtigen Vermarktungsstrategie wird immens wichtig werden. Sie kann den Unterschied zwischen einem prosperierendem Betrieb und einer Betriebsgefährdung ausmachen.“ Diese Aussage traf der Präsident des Thüringer Bauernverbandes und Vorsitzender des Fachausschusses Getreide im Deutschen Bauernverband, Dr. Klaus Kliem, am 22. Juni 2009 im Rahmen des 1. DBV- Vorerntegespräches in Berlin.Auf der von über 40 Teilnehmern besuchten DBV-Fachtagung dominierten Themen rund um die Erwartungen an die Ernte 2009/10 und die daraus resultierenden Unwägbarkeiten volatiler Märkte.
Geschrieben von: JWM am 24.06.2009
L P D - Vereinzelt steht noch Gras vom ersten Aufwuchs zur Erzeugung von Pferdeheu auf dem Halm, doch bei den Rindviehhaltern läuft nach Angaben des Landvolks Niedersachsen bereits der zweite Grünlandschnitt auf vollen Touren. Kurz vor der Monatsmitte, fünf bis sechs Wochen nach der ersten Mahd, haben die Bauern mit der Ernte des zweiten Aufwuchses auf dem Grünland begonnen, der inzwischen die Mähreife erreicht hat.
Geschrieben von: JWM am 24.06.2009
Bauern fordern Sofortmaßnahmen vom Agrarministerrat
Am Rande der Agrarministerratssitzung in Luxemburg demonstrierten 5.000 Bauern mit etwa 500 Traktoren für kurzfristige und wirksame Entlastungsmaßnahmen in ihren Betrieben. Alle Redner der aus 22 Ländern angereisten Bauernorganisationen machten deutlich, wie groß die wirtschaftliche Bedrängnis in ihren Betrieben europaweit ist.
Geschrieben von: JWM am 19.06.2009
Sonnleitner: EU-Kommission muss sofortige Entlastungsmaßnahmen ergreifen
Im Hinblick auf die dramatische Situation in den Milcherzeugerbetrieben begrüßt der Deutsche Bauernverband (
DBV), dass sich auf Initiative von Bundeskanzlerin Merkel der EU-Rat mit der Situation auf dem Milchmarkt beschäftigt hat. Die beschlossene gründliche Marktanalyse innerhalb der nächsten zwei Monate ist dringend überfällig. Nach Auffassung des Deutschen Bauernverbandes hat die EU-Kommission über Monate die Marktlage falsch eingeschätzt und zu spät reagiert. Das Ergebnis sind jetzt desaströse Milchpreise, die nur durch ganz entschlossene Maßnahmen zur Absatzbelebung und Marktöffnung für Milch und Milchprodukte wieder nach oben gebracht werden können. Angesichts einer europaweit rückläufigen Milchproduktion gilt es vor allem die nachfragebedingte Marktschwäche zu überwinden. Dazu sind deutlichere Maßnahmen der Exportsicherung, vor allem nach Russland und den GUS-Staaten, notwendig. Auch ein beherztes Vorgehen gegen Imitate auf dem EU-Binnenmarkt darf jetzt nicht mehr auf sich warten lassen.
Geschrieben von: JWM am 16.06.2009
Sonnleitner: Französische Milchpreisempfehlung kann Vorbild für Deutschland sein
Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (
DBV), Gerd Sonnleitner, schlug Bundeswirtschaftsminister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg und Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner vor, zu prüfen, ob eine Milchpreisempfehlung, wie sie in Frankreich stattfindet, auch in Deutschland möglich ist. Dies könne dabei helfen, den Milchbauern einen stabileren und angemessenen Milcherzeugerpreis zu sichern. In Frankreich läge die Empfehlung bei 28 Cent je Liter für das Jahr 2009, während die deutschen Milcherzeuger zurzeit nur 21 Cent erhielten. Sonnleitner appellierte an die Minister, ernsthaft diese Möglichkeit prüfen zu lassen.
Geschrieben von: JWM am 16.06.2009
Sonnleitner fordert Molkereien zum unternehmerischen Aufbruch auf
Die „Milch“ ist das Gesicht der Konjunkturkrise in der Landwirtschaft, weltweit ist die Nachfrage eingebrochen. Darauf wies der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (
DBV), Gerd Sonnleitner, auf der „Handelsblatt“-Jahrestagung Agrar- und Ernährungswirtschaft am 10. Juni 2009 in Berlin hin. Nach Aussage Sonnleitners ist die Milchkrise jedoch nicht nur konjunkturell bedingt. „Sie ist in Deutschland auch strukturell bedingt, also hausgemacht“, machte der DBV-Präsident deutlich. Es brauche dringend deutliche Fortschritte in der Bündelung des Angebots der Molkereiwirtschaft gegenüber den Handelsketten. Das könnten Vertriebsgemeinschaften bei einzelnen Produktbereichen sein, aber nötig seien auch raschere Fusionen, nicht erst von ökonomisch ausgezehrten Unternehmen, forderte Sonnleitner.
Geschrieben von: JWM am 16.06.2009
L P D – Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen (LVN) schreibt zum 9. Mal ihren Milchlandpreis aus. Der Wettbewerb kürt die besten Erzeuger im Land und richtet sich an alle 14.800 Milchviehhalter zwischen Harz und Nordsee.
Geschrieben von: JWM am 16.06.2009
L P D – Mit frischen Farben und zahlreichen Verbesserungen im Detail geht die Tarmstedter Ausstellung am zweiten Juliwochenende in die 61. Runde. Norddeutschlands größte Regionalausstellung öffnet nach Angaben des Landvolks Niedersachsen vom 10. bis 13. Juli ihre Tore.
Geschrieben von: JWM am 10.06.2009
Erfolg dank Kostenminimierung
aid) - Mit 27 Milchkühen begegnet Landwirt Ezra Lehman im schleswig-holsteinischen Sterup erfolgreich der Misere auf den Milchmärkten. Während größere und vielfach auch modernere Betriebe unter den schlechten Milchpreisen an den Rand der Existenz getrieben werden, erwirtschaftet Lehman mit seiner eher bescheidenen Herde den Lebensunterhalt für sich und seine sechsköpfige Familie.
Geschrieben von: JWM am 10.06.2009
DBV trägt wirtschaftsseitig getragene Folgeregelungen mit
Im Zuge einer bereits 2001 eingelegten Verfassungsbeschwerde hat das Bundesverfassungsgericht mit dem heute veröffentlichten Beschluss vom 12. Mai 2009 das Holzabsatzfondsgesetz mit dem Grundgesetz als unvereinbar und daher als nichtig beurteilt. Damit entfällt die Finanzierungsgrundlage für die zentrale Förderung des Absatzes und der Verwertung von Erzeugnissen der deutschen Forstwirtschaft und der Holzwirtschaft durch Erschließung und Pflege von Märkten im In- und Ausland.
Geschrieben von: JWM am 10.06.2009
Deutscher Bauernverband besteht auf unbürokratischem Verfahren
Der Forderung des Deutschen Bauernverbandes (
DBV) nach einem Vorziehen des EU-Direktausgleichs wollen Bund und Länder jetzt entgegenkommen. Nach Abstimmung zwischen Bund und Ländern sowie der Bankenwirtschaft ist ein Verfahren vorgezeichnet, das es erlaubt, zinsfreie Liquiditätshilfe-Kredite schon ab 1. Juli 2009 in Höhe von 70 Prozent des Direktausgleichs zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich wird es ein umfassenderes
zinsgünstiges 4-jähriges Liquiditätshilfedarlehen geben. Für beide Maßnahmen stellt der Bund insgesamt 25 Millionen Euro an Zinsverbilligungsmitteln zur Verfügung. Mit diesem Volumen können 1 bis 1,5 Milliarden Euro zusätzliche Liquidität in den Betrieben geschaffen werden. Die Länder können die Liquiditätshilfe des Bundes ergänzen. Nach den Vorgaben aus Brüssel müssen der vorgezogene Direktausgleich und die 4-jährige Liquiditätsunterstützung als Kredite und damit nach dem deutschen Kreditwesengesetz abgewickelt werden. Für den DBV kommt es jetzt auf die Landesregierungen an, vor allem bei den kleineren Beträgen unbürokratisch vorzugehen. Durch die Einbindung der Hausbanken ist im Regelfall gewährleistet, dass Bonität und Tilgung „stimmen“.

Geschrieben von: JWM am 10.06.2009
Zuckerverbindung setzt Immunsystem von Schädlingen außer Kraft - Heuschrecken und Termiten kann man mit Zucker an den Leib rücken
Cambridge (pte/09.06.2009/13:45) - Eine Insektenplage ganz ohne giftige Chemikalien abzuwehren - das gelang Forschern des Massachusetts Institute of Technology. In der Zeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" berichten sie von einer Methode, mit der sie Termiten so manipulierten, dass deren Immunsystem tödliche Bakterien- und Pilzkrankheiten nicht länger abwehren konnte. Zum Einsatz kam dabei ein Zuckermolekül, das in der Natur vorkommt und bereits lange als Zusatzstoff von Lebensmitteln verwendet wird.
Anstoß für diese Entwicklung gab Grundlagenforschung rund um die Immunität der Insekten. Die Forschergruppe um Ram Sasisekharan untersuchte dazu spezielle Proteine, mit denen Termiten ihre Nester vor Pilzen und Bakterien schützen. Nähert sich ein derartiger Krankheitserreger dem Nest, wird dieser von den Proteinen zerkleinert,
was auch die Immunabwehr der Termiten aktiviert. Schaltet man dieses Schutzprotein aus, haben die Termiten gegen Erreger keine Chance und sterben. Das gelang den Forschern, mit Hilfe einer in der Natur vorkommenden Zuckerverbindung, dem sogenannten Glucono-1,5-lacton. Einige Tage nachdem man die Termiten im Labor diesem Zucker ausgesetzt hatte, waren sie alle an Infektionen gestorben, im Gegensatz zu den nicht verzuckerten Tieren, denen ein doppelt so langes Weiterleben beschieden war.
Glucono-1,5-lacton ist ein Zusatzstoff für Lebensmittel (E 575), der in Wurstwaren, im Backpulver wie auch allgemein bei Nahrung als Säuerungsmittel vorkommt. Es ist billig, biologisch abbaubar und somit eine attraktive Alternative zu chemischen Pestiziden, zumal bisher keine
unerwünschte Nebenwirkungen bekannt sind. Denn nur bestimmte Arten verfügen über den Abwehrmechanismus, der durch das Zuckermolekül ausgeschaltet wird, unter anderem Termiten, Heuschrecken und Kakerlaken. Nützliche Insekten wie Ameisen, andere Tiere oder Pflanzen bleiben jedoch verschont. Auch der Mensch könnte davon profitieren, da die heute verbreiteten Pestizide neben den Insekten auch ihm Schaden zufügen und beispielsweise die Spermaqualität von Männern mindern. Auf von Heuschrecken- und Termitenpest geplagten Feldern könnte man es versprühen, auch ein gezielter Einsatz in der Nahrungsverarbeitung und Lagerung ist laut Sasisekharan denkbar. Der umweltfreundliche Schutz vor Insektenplagen ist schon lange überfällig, denn allein der durch Termiten verursachte Ernte- und Hausschaden beträgt weltweit jährlich 30 Mrd. Dollar.

Geschrieben von: JWM am 07.06.2009
Start im Juli 2009 mit vier neuen Agrar-Futures
Die internationale Terminbörse Eurex erweitert ihr Produktangebot um die Assetklasse Agrarprodukte. Der Handel startet im Juli 2009 mit vier neuen Futures, basierend auf den landwirtschaftlichen Produkten Schweine (Hogs), Ferkel (Piglets) sowie Kartoffelerzeugnisse (London Potatoes und European Processing Potatoes). Alle vier Futures werden bar abgewickelt. Als Basiswerte fungieren Marktpreisindizes, die einerseits der Basiskalkulation dienen, aber insbesondere auch die Markttransparenz erhöhen, teilte der Deutsche Bauernverband (
DBV) mit.
Eurex hat ihren Markteintritt intensiv und gemeinsam mit wesentlichen Akteuren in diesem Marktsegment vorbereitet. Die Gespräche mit Marktteilnehmern aus Deutschland und den Niederlanden ergaben ein starkes und langfristiges Interesse an der Absicherungsmöglichkeit in Agrarderivaten an einer großen internationalen Terminbörse. Eurex wird dabei in den Bereichen Vertrieb und Produktentwicklung von der in Hannover ansässigen Europäischen Warenterminbörse Beteiligungs AG (EWB) beratend unterstützt. Eine Erweiterung der Derivate auf Agrarprodukte mit überregionaler Bedeutung ist für 2010 geplant. Die Terminbörse Eurex hat in diesem Jahr bereits im Bereich Commodity-Derivate Futures und Optionen auf Gold und Silber erfolgreich eingeführt
Geschrieben von: JWM am 06.06.2009
35 Mitarbeiter im Team für professionelle Marktinformation
Die Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) hat ihre Arbeit aufgenommen, teilte der Deutsche Bauernverband (
DBV) mit. Am Hauptstandort in Bonn sowie in zwei Büros in Hamburg und Berlin sind 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Sie erstellen aktuelle Markt- und Preisberichte, um Landwirte und alle übrigen Marktteilnehmer ab sofort mit zuverlässigen und neutralen Marktinformationen zu versorgen. „Die AMI GmbH wird in den nächsten Wochen weiter wachsen und vor allem die Informationsangebote mit Auslandsanalysen, Daten zu Agrarrohstoffen und Betriebsmitteln erweitern“, erklärte AMI-Geschäftsführer Christian Alter. „Wir haben jetzt ein professionelles Team beisammen, das aus erfahrenen und engagierten Mitarbeitern mit hervorragenden Marktkenntnissen besteht.“
AMI-Ansprechpartner nach Schwerpunkten:
- Gartenbau, Öko-Landbau: Dr. Hans-Christoph Behr
- Pflanzenbau: Martin Schraa
- Öle & Bioenergie: Wienke von Schenck
- Milchwirtschaft: Reinhard Schoch
- Fleischwirtschaft: Dr. Dietmar Weiß
- Geflügelwirtschaft: Astrid Wilckens
- Verbraucherforschung: Dr. Paul Michels
- Internationale Märkte: Dr. Olaf Zinke
- Betriebsmittel: Leif Erik Rehder
Zu erreichen sind die Ansprechpartner der AMI zurzeit am besten per E-Mail. Die-Adresse setzt sich zusammen aus: Vorname.Nachname@marktundpreis.de. Die ausführliche Liste der Ansprechpartner mit ihren Kontaktdaten steht im Internet unter www.agrarmarkt-info.de bereit.

Geschrieben von: JWM am 26.05.2009
Erste Reaktion des Deutschen Bauernverbandes Mit der heute vereinbarten Senkung des Steuersatzes bei Agrardiesel kommt die Regierungskoalition der Forderung des Deutschen Bauernverbandes (
DBV) erstmals deutlich entgegen. „Das ist ein erster großer Schritt in Richtung Wettbewerbsgleichheit der deutschen Bauern in der EU." DBV-Präsident Gerd Sonnleitner bedankte sich bei den Parlamentariern, die auf den eklatanten Wettbewerbsnachteil reagiert haben und in der Koalition für die Bauern eine Bresche geschlagen haben. In diesem Zusammenhang nannte er v.a. den CSU-Landesvorsitzenden Dr. Peter Ramsauer und die Vorsitzenden der CDU- und SPD-Fraktion, Volker Kauder und Peter Struck. Auch die angekündigten Liquiditätshilfen seien in der derzeitigen Wirtschaftskrise eine wichtige Hilfe für die Betriebe. „Die Politik hat endlich erkannt, dass die Wirtschaftskrise unsere Landwirtschaft voll erfasst hat und deshalb bäuerliche Existenzen gesichert werden müssen“, betonte Sonnleitner. Die Forderung des DBV nach einem Konjunkturpaket sei aber umfassender. Es gehe um die langfristige Stabilisierung der Landwirtschaft in Deutschland. Deshalb forderte Sonnleitner heute auf der Demonstration in Berlin einen Dreiklang zur Absatzförderung, zu deutlich verringerten Kostenbelastungen und kurzfristigen Liquiditätshilfen. Dieses ABC-Krisenpaket wird auch Zielsetzung der Demonstration am kommenden Freitag in Frankfurt am Main sein.

Geschrieben von: JWM am 20.05.2009
(19. Mai 2009) München - Auf Initiative von Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner treffen sich die Agrarminister des Bundes und der Länder am Mittwoch zu einer Sonderkonferenz in Berlin. Die Lage auf dem Milchmarkt sei dramatisch, ein Ende des Preisverfalls nicht absehbar, sagte der Minister in München. Die von der EU beschlossenen Maßnahmen zur Entlastung des Milchmarktes seien bislang völlig unzureichend. Brunner verspricht sich von dem Treffen eine Einigung der Länder auf weitergehende Hilfsmaßnahmen für die Bauern. „Wir brauchen ein eindeutiges Signal Deutschlands, um die Verhandlungsposition von Bundesagrarministerin Ilse Aigner in Brüssel zu stärken“, so der Minister. Am kommenden Montag berät dort der Agrarrat über Auswege aus der Milchkrise.
Brunner bekräftigte seine Forderung, noch im laufenden Milchwirtschaftsjahr europaweit fünf Prozent der Milchquote auszusetzen, bis wieder ein Marktgleichgewicht hergestellt ist. „Absatzförderung allein reicht ganz offensichtlich nicht, wir müssen auch bei der Produktionsmenge ansetzen“, sagte der Minister. Es sei unverzichtbar, den Milchmarkt schnell und wirkungsvoll zu entlasten. Deshalb müsse die EU die erst für nächstes Jahr geplante Bewertung des Milchmarkts auf heuer vorziehen und endlich die Weichen richtig stellen.

Geschrieben von: JWM am 20.05.2009
EU-Milchmarkt
In der EU ist die Milchanlieferung von April 2008 bis Februar 2009 um rund 1 % zurückgegangen verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Dies belegen Zahlen des Europäischen Amtes für Statistik. 19 Mitgliedstaaten haben im Januar und Februar 2008 weniger angeliefert als im den gleichen Monaten ein Jahr zuvor. Deutlich zurückgegangen ist in diesen beiden Monaten die Milchanlieferung in Frankreich (- 9%), Tschechien (- 5,2 %) Irland (- 5 %) und dem Vereinigtem Königreich (- 4,4 %).